Blogeintrag


Die Sprache der Na´vi und was Kinobesucher sich so alles ausdenken

Jake Sully - der Held in James Cameron´s Avatar - hat es nicht leicht. Als Teilnehmer am Avatar-Programm auf Pandora müsste er eigentlich auch Na´vi sprechen, um sich mit den Eingeborenen verständigen zu können. Denn für diese hat sich Cameron eine eigene Sprache ausgedacht.

Na´vi ist wie klingonisch oder elbisch eine fiktionale Sprache, die dem Film mehr Natürlichkeit und Realitätsnähe verleiht. Entwickelt wurde sie von dem Linguisten Paul Frommer, der Grundbegriffe von Cameron aufgriff und anhand dessen Na´vi kreierte. Diese konstruierte Sprache soll keiner menschlichen Sprache ähneln aber von den Schauspielern aussprechbar sein.

 

Besonders auffällig ist, das man bei Na´vi eine freie Wortzusammenstellung wählen kann, der Sprecher entscheidet also selbst, in welche Reihenfolge er Verb, Objekt und Substantiv bringt. Die ejektive Aussprache stellt eine große Herausforderung dar, wenn man diese Sprache lernen möchte: So wird der Anfangslaut bei tx, kx, px mit viel Druck ausgesprochen und der nachfolgende Vokal beginnt mit einem Knacklaut. Das x selbst hat keinen eigenen Laut und bezeichnet nur die ejektive Aussprache.

 

Hier ein paar Beispielssätze:

 

kaltxì = Hallo

Ngaru lu fpom srak? = Wie geht es dir?

Oel ngati kameie. = Ich Sehe dich.

kìyevame = Tschüß / Auf Wiedersehen

Eywa ngahu! = Eywa sei mit dir!

Skxawng = Trottel

Irayo nìtxan = Vielen Dank

 

 

Das kann man sich alles nur schwer vorstellen. Vielleicht magst Du ja mal gerne ein bisschen Na´vi lernen? Es gibt mittlerweile viele begeisterte Kinofilmbesucher, die - ähnlich wie bei Star Trek oder auch Herr der Ringe - sich intensiv mit dieser fiktionalen Sprache beschäftigen. Auf youtube finden sich bereits erste Lernvideos zu Na´vi. hier kannst du dir eine erste Lektion Na´vi anschauen. Viel Spaß und kìyevame!

 

 

 



Autor

Simone Trilsbach